PKV Psychotherapie verschweigen

Immer mehr Deutsche leiden unter Depressionen, Angststörungen, Burnout oder anderen psychischen Erkrankungen. Doch die Behandlung dieser Erkrankungen ist teuer und viele Betroffene stehen vor der Frage, ob Sie die Psychotherapie verschweigen sollen, damit sie von der privaten Krankenversicherung überhaupt aufgenommen werden. Lesen Sie, inwieweit eine absolvierte Psychotherapie ein Hindernis für die Aufnahme in eine PKV ist beziehungsweise, welche Möglichkeiten Ihnen in diesem Fall zur Verfügung stehen.

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Warum Vorerkrankungen für die PKV so wichtig sind

Für die PKV sind in der Regel alle Vorerkrankungen relevant. Denn anhand der Krankengeschichte wird ermittelt, wie hoch das Versicherungsrisiko ist. Außerdem kann die Ermittlung eines fairen Tarifs nur durch genaue Angaben erfolgen. Aus diesem Grund bekommen Sie bereits vor der Aufnahme in die PKV einen Gesundheitsfragebogen, in dem Sie über Ihre Vorerkrankungen wahrheitsgetreu berichten müssen. Hier dürfen Sie weder absolvierte Psychotherapien noch andere Erkrankungen verschweigen. Nur so kann die PKV das Risiko einschätzen und dementsprechend die Beiträge kalkulieren. Somit kann auch die Versicherungsprämie fair festgelegt werden.

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Ob die Aufnahme in eine private Krankenversicherung trotz Psychotherapie möglich ist

Ja! Viele private Krankenkassen nehmen auch Menschen auf, die in Psychotherapie waren. Diese können zum Beispiel im Basistarif versichert werden. Außerdem verlangen einige Versicherer Angaben für die vergangenen 3 oder 5 Jahre, manche aber auch für 10 Jahre. Beim Wechsel in einen leistungsstärkeren Tarif kann die PKV psychotherapeutische Behandlungen ganz ausschließen oder Risikozuschläge von maximal 30 % berechnen. Nach 3 Jahren kann der Risikozuschlag jedoch wegfallen, wenn keine Behandlungen mehr nötig sind.

Tabelle laut http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychotherapie/Therapeutensuche/therapeutensuche.htm

tiefenpsychologische Therapien

kognitive Verhaltenstherapien

humanistische Therapien

Was sind die Ursachen von psychischen Störungen?

Störungen in der frühkindlichen Entwicklung

intrapsychische Konflikte

psychische Abwehrprozesse (z. B. Verdrängung)

unangemessene Verhaltensmuster

gelernt aufgrund von Lebenserfahrungen

fehlende Übereinstimmung zwischen der Lebenssituation und dem, was man wirklich ist (“Selbst”)

Welche Ziele verfolgt die Therapie?

Bearbeiten von intrapsychischen Konflikten

Einsicht in unbewußte psychische Prozesse

Erlernen von Alltagskompetenzen

Veränderung der Wahrnehmung von sich und der Welt

Erlangen von Selbstkontrolle

Entwicklung des Selbst

Entwicklung zu einer “ganzheitlichen” Persönlichkeit

Selbstverwirklichung

Auf welchen Zeithorizont bezieht sich die Therapie?

Verstehen der Gegenwart mit Hilfe der Vergangenheit

v.a. auf die Gegenwart

v.a. auf die Gegenwart

Welche Mittel kommen in der Therapie in erster Linie zum Einsatz?

Erinnerungen

Freies Assoziieren

Deuten von Träumen, Fehlleistungen (z.B. Versprechern), Widerständen

Bearbeiten von Erlebnissen aus der Beziehung zwischen Therapeut und Patient (sogenannte Übertragung)

Beobachten

Belohnen

Konfrontation

Analyse und Veränderung von Gedankenmustern

Übungen, Rollenspiele

Akzeptieren des Patienten

Empathie

Gespräche

Spiegeln

Was, wenn Sie die Psychotherapie bei der Aufnahme in die PKV verschweigen

Bei der Aufnahme in die PKV wird in der Regel eine Gesundheitsprüfung durchgeführt. Hier sollten Sie keine Vorerkrankungen oder absolvierte Psychotherapien verschweigen. In diesem Fall könnte der Versicherer die Kostenübernahme verweigern oder im schlimmsten Fall den Vertrag kündigen. Auch kurze Behandlungen können Sie angeben, da Sie einige Versicherer dennoch versichern würden. Das Verschweigen der Angaben kann im späteren Leistungsbezug zu deutlichen Schwierigkeiten führen. Denn selbst das unwissentliche oder nicht vorsätzliche Verschweigen von Informationen berechtigt den Versicherer zur Kündigung des Vertrags. Wie sinnvoll eine Krankenversicherung für Pferde ist. 

ereich

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 1

Psychotherapierichtung TP, PA oder VT TP, PA oder VT
Theorie, Methoden, Diagnostik 100 Stunden 240 Stunden
Behandlungsstunden 240 Stunden 1500 Stunden (mind. 40 Fälle)
Kristenintervention, supportive Therapie u. Beratung 10 Stunden / 6 Behandlungen 20 Fälle
Konsilarbeit 10 Stunden 20 Fälle
Selbsterfahrung 150 Stunden 150 Stunden einzeln und 140 Stunden in der Gruppe
Fallbezogene / Balint-Gruppe 70 Stunden 70 Stunden
Entspannungsverfahren 32 Stunden 32 Stunden

Quelle: http://www.verhaltenswissenschaft.de/

Fazit PKV Psychotherapie verschweigen

Für die PKV sind die Gesundheitsfragen und die Risikoprüfung eine Grundlage für das Zustandekommen des Vertrages. Aus diesem Grund müssen Sie die Fragebögen vollständig und sorgfältig ausfüllen. Dabei dürfen Sie weder Vorerkrankungen noch psychotherapeutische Behandlungen verschweigen. Denn jede PKV muss Sie auch laut dem Gesetz in den Basistarif aufnehmen. Unabhängig von der Psychotherapie und anderen Vorerkrankungen darf die PKV Ihren Antrag nicht ablehnen. Erfahren Sie merh zum Thema PKV unter https://pkvauskunft.de/. 

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